Der Kammerchor ART VOKAL lädt am Sonntag, 22. November, unter der Leitung von Prof. Steven Heelein zu einem Konzert in die Pfarrkirche St. Cäcilia ein. Der Tag ist der Gedenktag ihrer Namenspatronin, der Schutzpatronin der Musik.
Im Mittelpunkt steht Cäcilia, die Märtyrerin. Der Legende nach sang sie bei ihrer erzwungenen Hochzeit, während die Instrumente spielten, in ihrem Herzen ein eigenes Lied, an Gott gerichtet. Das Programm erzählt jedoch nicht allein von ihrem Leid, sondern von dem, was ihm antwortet: von der Zuwendung des Göttlichen zu dieser Frau.
Klage und Antwort durchziehen das Programm als doppelte Bewegung, oft innerhalb eines einzigen Werks. In Johann Hermann Scheins geistlichen Madrigalen führt der Weg vom Wissen um die eigene Sterblichkeit zur Bitte „kehre dich doch wieder zu uns“ und weiter zu Freude und Lob. Die Antwort selbst fassen die Werke in Bilder von Licht und Liebe. Sie reichen vom „lebendigen Licht“ von Hildegard von Bingen bis zu Ola Gjeilos „Northern Lights“, das Liebesverse aus dem Hohelied mit dem Bild des Nordlichts verbindet.
Herzstück ist Benjamin Brittens „Hymn to St. Cecilia“ auf einen Text von W. H. Auden, uraufgeführt am Cäcilientag 1942, dem Geburtstag des Komponisten. Darin wird Cäcilia angerufen, zu den Musizierenden herabzukommen. Die Hymne an die Patronin wird so zur Hymne an die Musik selbst, in der etwas vom Göttlichen aufscheint. Reinen Lobpreis bringt Felix Mendelssohn Bartholdys „Jauchzet dem Herrn, alle Welt“. An der Orgel wirkt Martin Riccabona mit.
Vom 12. bis ins 21. Jahrhundert reicht der Bogen der Werke. Charakteristisch für ART VOKAL ist auch hier das Aufeinandertreffen alter und neuer Musik, das hörbar macht, wie eng Klage und Licht beieinanderliegen.
Sonntag, 22. November 2026, 16.00 Uhr, Pfarrkirche St. Cäcilia, Regensburg Eintritt frei, Spenden erbeten.